That Night von Chevy Stevens [Rezension]

thatnightAls die rebellische Toni 18 Jahre alt ist, wird ihre jüngere Schwester Nicole ermordet und man verurteilt sie und ihren Freund Ryan als Täter. Nach Jahren im Gefängnis wird sie auf Bewährung entlassen und möchte eigentlich ein neues Leben anfangen. Doch was geschah, ist noch nicht vorbei.
Der Thriller von Chevy Stevens war mein erster der Autorin und hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen.
Besonders gut hierbei hat mir die plastische Schreibweise der Autorin gefallen. Sie schafft es spielend, im Kopf des Lesers einen Kinofilm ablaufen zu lassen und ihm das Gefühl zu vermitteln, mitten in der Handlung zu sein. Auch die Protagonisten erwachen beim Lesen zum Leben. Es fällt einem leicht, die Wut von Toni, aber auch die Ablehnung z.B. ihrer Mutter zu verinnerlichen.
Auf die Person der Mutter möchte ich an dieser Stelle noch einmal separat eingehen. Mir persönlich als Mutter fiel es schwer, ihre Denkweise und ihr Verhalten ggü Toni zu verstehen. Natürlich kann es sein, dass in ihr in Bezug auf ihr Verhältnis zu Toni etwas zerbrochen ist. Hier wäre es schön gewesen, etwas tiefer in ihr Denken eindringen zu dürfen.

Grundsätzlich ist es jedoch so, das jeder Figur in diesem Buch Leben eingehaucht wird.
Weiterhin hat mir die Vorgehensweise, drei Handlungsstränge – zu unterschiedlichen Zeiten – miteinander zu verknüpfen gefallen. Immer wenn bei mir das Gefühl aufkam, ein vorheriges Ereignis zu hinterfragen – wurde dieses im Buch beschrieben. Das sorgt für ein flüssiges Leseergebnis. Besonders den Zeitraum von Tonis Inhaftierung empfand ich als sehr düster. Diese ist natürlich nachvollziehbar, zumal sie ja schon im Alter von 18 Jahren ins Gefängnis kommt, aber es ist schon sehr krass, wie das Leben dort beschrieben wird.

Generell ist die Stimmung, die in diesem Buch rüberkommt, sehr emotional und auch . teilweise sehr bedrückend. Vor allem schwappt sie schnell auf den Leser über. Allein schon wegen dieser Emotionalität in Verbindung mit den lebendigen Protagonisten und der plastischen Beschreibung des Umfeld sorgte dafür, dass mich dieses Buch sofort in den Bann zog und ich es nicht mehr aus den Händen legen konnte. Somit sah ich mich gezwungen, die Nacht zum Tag zu machen und das Buch in einem „Rutsch“ auszulesen.
Abschließend möchte ich noch bemerken, dass der Ausgang des Buches nicht unbedingt vorhersehbar war und somit die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten wurde.
Für mich ist dieses Buch eine unbedingte Leseempfehlung.

Hinweisen an dieser Stelle möchte ich auch darauf, dass es 3 weitere Bücher der Autorin gibt. Für mich wird That Night jedenfalls nicht das einzige Buch bleiben, dass ich von ihr lesen werde.

Auf den Seiten des Fischer-Verlages habe ich außerdem den Link zu einer Leseprobe gefunden, der vielleicht manchem zusätzlich die Entscheidung, ob er das Buch lesen möchte, erleichtert:

Hier geht es zur Leseprobe:

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