Nebelsphäre 1 – Der Zauber des Phönix [Rezension]

Nebelsphäre CoverHeute möchte ich Euch ein ganz besonderes Buch vorstellen:

Nebelsphäre 1 – Der Zauber des Phönix

Als ich es erhielt, dachte ich mir, ok lesen wir mal einen weiteren Fantasyroman und ich bin ja bekannterweise ein Fan von Fantasy und dann schlug ich das Buch auf und wußte, hier halte ich etwas ganz besonderes in den Händen.

Doch zunächst einmal zum Klappentext:

Liebe… ist bloß eine chemische Reaktion, die den Fortbestand der Art sichert. Bei der Wahl des Lebenspartners höre ich besser auf meinen Verstand als auf wildgewordene Hormone.

Margareta ist die einzige Erbin des Handelskontors Fredenhagen in Lübeck. Nach ihrem Studium scheint sie ihren Platz im Familiengeschäft gefunden zu haben. Endlich bekommt sie die Anerkennung, um die sie lange Zeit gekämpft hat. Doch rätselhafte Ereignisse und ungewöhnliche Stimmungsschwankungen lassen die junge Frau plötzlich an ihrem eigenen Verstand zweifeln. Emotionen und Erinnerungen aus der Vergangenheit überkommen sie. Sie fühlt sich zudem von angsteinflößenden Schuppenwesen bedroht und wird immer wieder bewusstlos. Doch was ist Realität, was Illusion? Als sie in einem psychiatrischen Krankenhaus aufwacht, lernt sie Jan kennen. Was will er von ihr? Was hat es mit seinen abstrusen Geschichten über Drachen und Magie auf sich?

Sind die Geschichten am Ende alle wahr?

Rezension

Warum ist dieses Buch vom ersten Moment so vollkommen anders?

Das liegt an dem herzerwärmenden Vorwort, mit dem es die Autorin sofort schaffte, mich in ihren nordischen Charme einzuhüllen.
Und in derselben einmalig liebenswürdigen Art ging es mit dem Buch weiter.

Die Charaktere sind Personen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, aber von Beginn an ungeschönt aber liebenswert mit all ihren Stärken und Schwächen dargestellt werden. Dadurch dass ihre Wesenszüge so offen liegen, fühlt man sich als wäre man direkt an der Geschichte beteiligt. Oft konnte ich mir ein Schmunzeln aber manchmal auch die eine oder andere Kritik an den Protagonisten nicht verkneifen. Johanna Benden hat es ohne Einschränkung verstanden, ihnen Leben einzuhauchen.

Die Liebesgeschichte um Jan und Margareta mit ihres Wenns und Abers wird sehr glaubwürdig vermittelt ohne schmalzig zu werden und auch wenn ich manchmal eine spätere Dreiecksgeschichte befürchtete, blieb diese aus. Im Gegenteil Johanna Benden schreibt so, wie das Leben spielt, sie beschreibt das Entwickeln von Gefühlen und versteht es hier eine hochemotionale stimmige Atmosphäre zu schaffen.

Was mir an diesem Buch besonders gefällt, ist die Komplexität mit der die Fantastik in unsere Zeit eingewebt wird. Hier stimmt wirklich jedes Detail und es wurde an die kleinste Kleinigkeit gedacht. Selbst die Beschreibung von Technologien und ähnlichem sind wissenschaftlich nachvollziehbar integriert. Eine Komplexität, die ich in dieser Form selten erleben durfte.

Die Sprache der Autorin zieht sich in einer einheitlichen Qualität durch das Buch. Locker, gut beschreibend und flüssig. Ein Stil, der sich sehr gut lesen lässt und mich immer dazu brachte, mindestens 10 Seiten mehr zu lesen als ich eigentlich vorhatte.

Zum Glück blieb ein Cliffhanger am Ende aus, was mich nicht hindert, die Fortsetzung herbeizufiebern. Ein Mäuschen hat mir geflüstert, ich muss nicht mehr allzulange warten.

Und zuletzt noch das Cover: In meinen Augen wunderschön bis hin zum absolut stimmig integrierten Schriftsatz.

Das Buch ist die Fortsetzung der 3-teiligen Kiel – Reihe. Ich denke, damit habe ich etwas gefunden, womit ich die Wartezeit perfekt überbrücken kann.

Und mein Resümee??? Eine überragende Leseempfehlung! Was sonst??? Lest es, dann werdet Ihr mich verstehen.

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