Narrando : Pechschwarze Hoffnung [Rezension]

Inhaltsangabe:

Naturkatastrophen und Atomkriege haben die Welt beinahe zerstört. Während sich die Natur regeneriert und die Spuren der Verwüstung allmählich überwuchert, entwickelt sich aus der Kluft zwischen Arm und Reich ein unüberwindbarer Graben. Die Bevölkerung ist gespalten: Die Reichen und die Regierung leben in gesicherten Hot Blood-Bezirken und die armen Parias hausen in den Ruinen außerhalb. Als die 17-jährige Vella, Tochter des Präsidenten von Narrando, eine politische Zwangsheirat zugewiesen bekommt, flieht sie mit ihrer Dienerin in derselben Nacht aus dem Regierungspalast. Der 19-jährige Jai, Anführer der Outlaws, einer Rebellengruppe, die sich gegen die skrupellose Regierung auflehnt, befindet sich auf einer nächtlichen Patrouille. Mysteriöse Todesfälle unter den Parias versetzen sie in Aufruhr. Jai hofft, dem Täter auf die Spur zu kommen. Als sich ihre Wege kreuzen, beginnt eine folgenschwere Verwechslung, ein grausamer Krieg, eine behutsame Freundschaft und eine gefährliche Liebe.
(Inhalt Klappentext, Bookshouse Verlag)

Rezension:

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Kyra Dittmann hat einen Schreibstil, der die Handlung sehr plastisch wiedergibt, ohne aufgeblasen oder übertrieben zu werden, der es also dem Leser ermöglicht, ganz in die Geschichte abzutauchen.

Die Hauptfiguren sind in unterschiedlichen Bezirken aufgewachsen. Da ist zum einen Vella, in ihrer Rolle als Prinzessin im goldenen Käfig und dagegen Jai, der junge Rebell, der nicht nur gegen das Regime sondern auch gegen Regeln innerhalb seiner eigenen Gesellschaft / Umgebung aufbegehrt. Auf den ersten Blick wirkt gerade Vella ein wenig oberflächlich, der Autorin gelingt es jedoch, auch hier eine runde Persönlichkeit mit ungeahnten Tiefen aufzubauen.

Es ist aufregend mitzuerleben wie die beiden nach ihrem Zusammentreffen anfangen, sich nach und nach auf den anderen einzulassen und dann irgendwann die gleichen Ziele verfolgen. Sie kommen sich immer näher und überstehen gemeinsam die vielen Gefahren. Trotzdem hat ihr junges Glück nicht wirklich Erfolg.

Die Welt dieser Dystopie ist in meinen Augen sehr nachvollziehbar beschrieben und gerade die Beschreibungen der Autorin Kyra Dittmann finde ich sehr bildlich..
Das Buch endet auf eine Art, dass man am liebsten gleich den zweiten Band beginnen würde.

Wer mich kennt weiß, dass ich ein Fan von Dystopien bin und schon die verschiedensten gelesen habe. In dieser Hinsicht findet man hier nicht viel Neues. Eine zukünftige Welt nach Zerstörung der alten Form, das Überleben in der neuen veränderten Umgebung, Zweiklassengesellschaften und die Verbindung, die durch Mitglieder der unterschiedlichen Gesellschaften ermöglicht wird. Trotz allem halte ich diese Dystopie für überdurchschnittlich gut und zwar insbesondere wegen ihrer wie ich finde aussergewöhnlich guten Darstellung der handelnden Persönlichkeiten und wegen der außerordentlich plastischen Beschreibung dieser Welt.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch jedem Fan von Dystopien uneingeschränkt empfehlen. Auch das schlichte Cover des Buches rundet das Gesamtbild einfach nur noch ab.

Ich freue mich schon auf den zweiten Band, welcher gleich in der kommenden Woche auf meinem Lesestapel der zu lesenden Bücher landen wird.

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