Alle Tage unseres Lebens [Rezension]

Dank der Leserunde bei Lovelybook durfte ich dieses Buch mitlesen. Ich war besonders gespannt, da ich gerade noch ein anderes Buch von Tanya Carpenter lese, „L.A. Vampires“ und auch sehr neugierig war, ob sie es schafft ein so gegensätzliches Genre glaubwürdig zu bedienen. Die Antwort lautet mit einem Wort: JA!

Doch zunächst einmal zum Inhalt, so wie er bei Amazon beschrieben ist:

Fünf Buchstaben ändern alles. Celia hat Krebs. Und sie hat keine Ahnung, wieviel Zeit ihr noch bleibt. Doch statt in Selbstmitleid zu versinken und sich in ihrer Wohnung zu vergraben, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: Sie wird das Gegenteil davon tun – und zwar sofort! Sie wird dorthin reisen, wo sie schon immer hin wollte. Keine Rücksicht mehr nehmen! Als sie in Irland auf Brandon Callagher trifft, den reichen Erben einer Whisky-Dynastie, gerät ihr Abenteuer jedoch bald außer Kontrolle. Wie kann sie sich ausgerechnet jetzt in eine neue Beziehung stürzen? Zerrissen zwischen Sehnsucht und Schuldgefühlen sucht Celia einen Ausweg – bis sich fünf andere Buchstaben zwischen sie und das unaufhaltsame Ende stellen: Liebe …

Eigentlich beschreibt dieser Text nur rund 40 % des Geschehens, bei den restlichen 60 geht es dann um ihre Zwillingsschwester. Zunächst einmal zu den Charakteren. Beide Zwillingsschwestern werden in meinen Augen sehr authentisch dargestellt. Sie sind vom Wesen her sehr unterschiedlich so wie Ying und Yang, wobei sich Theresa zum Ende hin – auch sehr nachvollziehbar – charakterlich wirklich weiterentwickelt, was auch rundherum glaubwürdig ist. Auch die beiden Brüder Brandon und Carl sind sehr glaubwürdig beschrieben, allerdings hatte ich mit Carls Wandlung am Ende – auch wenn sie nachvollziehbar ist – so meine Schwierigkeiten.

Zusätzlich zur sehr emotionalen Handlung, ich habe irgendwann nur noch geweint, kommen so wunderschöne und plastische Landschaftsbeschreibungen, dass bei mir nach diesem Buch feststeht, ich muss irgendwann nach Irland!

Was für mich nach wie vor faszinierend ist, ist die Tatsache wie leicht Tanya Carpenter in der Lage ist das Genre zu wechseln. Hier besteht einfach ein wunderbare Affinität zum Geschichten schreiben.

Zuletzt noch eine Bemerkung zum Cover: Auch hier ist ein absoluter Volltreffer gelungen, schlicht aber ergreifend. Alles andere wäre einfach zu viel geworden.

Deshalb mein zusammenfassendes Urteil, ein wunderschönes, emotionales Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann – unter einer Bedingung: Legt Euch ausreichend Taschentücher zurecht!

 

 

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